Apokalypse

(griechisch 'Enthüllung')


Wenn ihr nicht aufpasst,
werdet ihr genau dorthin gelangen, worauf ihr euch zubewegt. 
Wenn euch diese Richtung nicht gefällt, dann schlagt eine andere ein.

Ihr bastelt an der Biochemie des Lebens selbst herum. 

So kann sie nicht zum Segen für eure Spezies werden, sondern ihr droht die größte Katastrophe aller Zeiten daraus zu machen. 

Wenn ihr nicht aufpasst, werden sich eure nuklearen und ökologischen Bedrohungen dagegen wie ein Kinderspiel ausnehmen.

 

Durch die Entwicklung von Medikamenten, die die Arbeit übernehmen, die an sich euer Körper tun sollte, habt ihr so resistente Viren geschaffen, dass sie locker eure ganze Spezies auslöschen können.

Das 'andere Team' ist nicht real, doch es ist Bestandteil eurer Realität, denn dazu habt ihr es gemacht. 

Wenn ihr nicht aufpasst, wird euch eure eigene Technologie - das, was ihr erschaffen habt, damit es euch dient - töten.


Mein Gesetz beruht auf Ursache und Wirkung.
Ich werde nichts für euch tun, das ihr nicht für euer Selbst tut.

Das ist das Gesetz.

Dein Akt des Weggebens bewirkt in dir die Erfahrung, dass du es hast, um es weggeben zu können.  

Da du einem anderen nicht etwas geben kannst, das du nicht hast, kommt dein Geist zu einer neuen Schlussfolgerung, fasst er einen neuen Gedanken - nämlich, dass du es haben musst, denn sonst könntest du es nicht weggeben.

 

Dieser neue Gedanke wird dann deine Erfahrung.  
Du fängst an, es zu sein.  

Und wenn du erst einmal anfängst, etwas zu sein, hast du die machtvollste Erschaffungsmaschinerie des Universums in Gang gesetzt - dein göttliches Selbst.

 

Was immer du bist, das erschaffst du.

 

Der Kreis schließt sich, und du wirst mehr und mehr davon in deinem Leben erschaffen.  Es wird sich in deiner physischen Erfahrungswelt manifestieren.

 

Das ist das größte Geheimnis des Lebens.  

Um dir das zu sagen, wurden Band 1 und 2 geschrieben.  
Dort steht alles, nur sehr viel detaillierter.

(Gespräche mit Gott 3)

"Mir wurde befohlen, ...

... mit reiner Seele zu empfangen und weiterzugeben."



Körper und Geist stets Diener der Seele.

Die Seele erschafft, der Verstand reagiert.

Sowohl Männer wie Frauen sind dazu verdammt, ihre eigenen Fehler in einem endlosen Kreislauf selbstauferlegten Elends zu wiederholen, bis die eine oder andere Seite kapiert, dass es im Leben nicht um Macht, sondern um Stärke geht.  

Und bis beide einsehen, dass es nicht um Trennung, sondern um Einheit geht.  
Denn innere Stärke existiert in der Einheit.  
Sie versickert in der Trennung und lässt euch mit dem Gefühl von Schwäche und Ohnmacht zurück - deshalb das Gerangel und der Kampf um Macht.  

Ich sage dir:  

Heilt diesen Riss zwischen euch, beendet die Illusion von Trennung, und ihr werdet wieder zur Quelle eurer inneren Stärke gelangen.  

Dort werdet ihr wahre Macht finden.  

Die Macht, alles zu tun.  
Die Macht, alles zu sein.  
Die Macht, alles zu haben.  

Denn die Macht, etwas zu erschaffen, leitet sich aus der inneren Stärke ab, die durch Einheit erzeugt wird.  
Das gilt für die Beziehung zwischen euch und eurem Gott - wie es auch für die Beziehung zwischen euch und euren Mitmenschen gilt.

 

Wenn ihr aufhört zu denken, dass ihr voneinander getrennt seid, wird die wahre Macht, die aus der inneren Stärke der Einheit kommt, euch gehören - also globaler Gesellschaft wie auch als einzelnem Teil des Ganzen.  

Dann könnt ihr sie so ausüben, wie ihr es wünscht.

 

Doch denk daran:  

Macht entspringt der inneren Stärke.  

Aber innere Stärke entspringt nicht roher Macht.  
Genau das sieht fast alle Welt genau umgekehrt.

 

Macht ohne innere Stärke ist eine Illusion. 
Innere Stärke ohne Einheit ist eine Lüge.  

Eine Lüge, die dem Menschengeschlecht nicht dienlich war, sich aber doch tief in euer kollektives Bewusstsein eingegraben hat.  

Denn ihr denkt, dass innere Stärke der Individualität und dem Getrenntsein entspringt, und das stimmt einfach nicht.  
Die Trennung von Gott und voneinander ist die Ursache von all euren Störungen und eurem Leid.  

Und doch maskiert sich die Trennung weiterhin als Stärke, und eure Politik, Wirtschaft und auch eure Religionen haben diese Lüge fortbestehen lassen.

 

Diese Lüge ist der Ursprung aller Kriege und aller Klassenkampfe, die zum Krieg führen; aller Feindseligkeiten zwischen den Rassen und Geschlechtern; aller persönlicher Prüfungen und Sorgen und aller inneren Kämpfe, die zu Kummer führen.

 

Und doch haltet ihr zäh an dieser Lüge fest, ganz gleich, wohin sie euch führt - obschon ihr gesehen habt, dass ihr euch damit selbst zerstört.

 

Und nun sage Ich dir:  

Erkennt die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch befreien.

 

Es gibt keine Trennung.  
Nicht voneinander, nicht von Gott, nicht von irgend etwas, das existiert.

 

Diese Wahrheit werde ich auf diesen Seiten immer und immer wieder wiederholen.  
Diese Beobachtung werde ich immer und immer wieder machen.

 

Handelt, als wäret ihr von nichts und niemandem getrennt, und ihr werdet morgen eure Welt heilen. 
Das ist das größte Geheimnis aller Zeiten. 
Das ist die Antwort, nach der der Mensch Jahrtausende gesucht hat.  
Das ist die Lösung, für die er gearbeitet, die Offenbarung, für die er gebetet hat.

 

Handelt, als wäret ihr von nichts getrennt, und ihr heilt die Welt.

Begreift, dass es um die 'Macht um zu', nicht um die 'Macht über' geht.

Das ganze Leben ist eine Sache der Perspektive. 
Wenn du weiterhin dieser Wahrheit nachgehst, wirst du allmählich die Makrorealität Gottes verstehen. 

Und du wirst ein Geheimnis des ganzen Universums ergründet haben:  
Alles in ihm ist das gleiche Ding.

- Jesus Christus:

"Ich bin eins / einig mit Gott.
Ohne Gott, den Herrn, vermag ich nichts."

(Heilige Bibel)

- Ahmad:

Ich bin nur ein Mensch wie ihr, aber mir ward offenbart, 
dass euer Gott ein einiger Gott ist.

(Heiliger Koran)

Du fingst an, keinen Spaß mehr zu haben.  
Das Leben war dir allmählich keine Freude mehr.  
Du fingst an, dich so sehr im Prozess zu verfangen, dass du vergessen hast, dass es nur ein Prozess ist.


Und deshalb hast du Mich angerufen. 

Du batest Mich, zu dir zu kommen, dir zu helfen, zu verstehen, dir die göttliche Wahrheit zu zeigen, dir das größte Geheimnis zu enthüllen.  

Das Geheimnis, das du vor dir selbst gehütet hast.  
Das Geheimnis, wer du bist.

 

Das habe Ich nun getan.  
Du wurdest nun wieder dahin gebracht, dich zu erinnern.  

Wird es eine Rolle spielen?  
Wird es an deinem morgigen Verhalten etwas ändern?  
Wird es bewirken, dass du die Dinge heute Abend anders siehst?  

Wirst du nun die Verletzungen der Verwundeten heilen, die Ängste der Ängstlichen ausräumen, den Bedürfnissen der Verarmten Rechnung tragen, die Herrlichkeit des Erreichten feiern und in allem die Vision von Mir erblicken?  

Wird diese neuerliche Erinnerung an die Wahrheit dein Leben ändern und dir erlauben, das Leben anderer zu verändern?  
Oder wirst du zum Vergessen zurückkehren? 
 
Zurückfallen in Selbstsucht, wieder die Enge der Vorstellung aufsuchen, die du vor diesem Erwachen von dir selbst hattest, und wieder in ihr wohnen?  

Wie wirst du dich entscheiden?

Wenn du im Zustand der Bereitschaft bist, bist du in der Wachheit. 
Ein Lächeln kann dich dorthin bringen. 
Ein einfaches Lächeln. 
Lass einfach alles sein, halte inne für einen Moment und lächle. 
Über nichts. 
Nur weil es sich gut anfühlt. 
Nur weil dein Herz ein Geheimnis weiß. 
Und weil deine Seele weiß, was das für ein Geheimnis ist. 
Lächle darüber.  
Lächle viel.  
Es wird heilen, was immer dich quält.  
Du bittest Mich um Hilfsmittel, und Ich gebe sie dir.

 

Atme.  
Das ist ein weiteres Hilfsmittel.  
Mach lange und tiefe Atemzüge.  
Atme langsam und sanft.  
Atme das weiche süße Nichts des Lebens ein, so voller Energie, so voller Liebe.  
Es ist Gottes Liebe, die du ein- und ausatmest. 
Atme tief, und du kannst sie fühlen.  
Atme sehr, sehr tief, und die Liebe wird dich zum Weinen bringen.  
Aus Freude.

 

Denn du bist deinem Gott begegnet, und dein Gott hat dich zu deiner Seele geleitet.

 

Wer eine solche Erfahrung einmal gemacht hat, für den ist das Leben nie wieder dasselbe.  
Menschen sprechen davon, 'auf dem Gipfel' oder in vollkommener Ekstase gewesen zu sein.  

Ihr Seinswesen hat sich für immer verändert.

- Mit der Erschwernis kommt auch Erleichterung.

Allahs Sein ist hoch erhaben.
Hoch erhaben über alles, was sie über Allah behaupten.

(Heiliger Koran)

Und denk daran, die Stille birgt die Geheimnisse. 
Und so ist der süßeste Klang der Klang der Stille. 
Das ist das Lied der Seele.

Manche hören die Stille im Gebet.  Manche singen das Lied in ihrer Arbeit. 
Manche suchen die Geheimnisse in stiller Kontemplation, andere in einer weniger kontemplativen Umgebung.


Kontemplation: geistiges Sichversenken

 

Wenn die Meisterschaft erlangt ist - oder auch nur eine periodische Erfahrung ist -, kann der Lärm der Welt selbst inmitten all des Getöses verstummen, können die Ablenkungen zum Schweigen gebracht werden.  

Alles Leben wird dann zur Meditation.

 

Alles Leben ist Meditation, in der du das Göttliche betrachtest.  
Das wird echte Wachheit oder Achtsamkeit genannt.

 

Alles im Leben ist, wenn es so erfahren wird, gesegnet.  
Es gibt keine Kämpfe und Schmerzen und Sorgen mehr.  
Es gibt nur die Erfahrung, die du benennen kannst, wie immer du möchtest.  
Du kannst dich dazu entscheiden, das alles als Vollkommenheit zu bezeichnen.

 

Also nutze dein Leben und alle Ereignisse darin als eine Meditation.  
Geh in Wachheit, nicht als einer, der schläft.  

Bewege dich mit Achtsamkeit, nicht achtlos, und verweile nicht in Zweifeln und Ängsten, nicht in Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, sondern lebe in permanentem hellen Glanz und in der Sicherheit, dass du zutiefst geliebt bist.  

Du bist immer eins mit Mir.  
Du bist immer und ewig willkommen.  
Willkommen zu Hause.

 

Denn dein Zuhause ist in Meinem Herzen und das Meine in dem deinen.  
Ich lade dich ein, das in deinem Leben zu erkennen, so wie du es ganz sicher in deinem Tod erkennen wirst.  
Dann wirst du wissen, dass es keinen Tod gibt und dass das, was ihr Leben und Tod nennt, beides Teile derselben nie endenden Erfahrung sind.

 

Wir sind alles, was ist, alles, was je war, und alles, was je sein wird, Welt ohne Ende.

Das Spiel wäre aus, wenn du dich an alles erinnertest. 

Du kamst aus einem bestimmten Grund an diese Stelle und würdest in deiner göttlichen Absicht beeinträchtigt werden, wenn du wüsstest, wie sich alles zusammensetzt. 

Auf deiner Bewusstseinsebene werden manche Dinge immer ein Geheimnis bleiben, und das ist richtig so.

 

Also versuch nicht, alle Rätsel zu lösen. 
Jedenfalls nicht alle auf einmal.  
Gib dem Universum eine Chance.  
Es wird sich selbst zur rechten Zeit enthüllen.  
Genieße die Erfahrung des Werdens.

Du hast gerade das Geheimnis des Universums entdeckt.

Hurra!  Mehr kann Ich nicht dazu sagen. Hurra!

Es ist wichtig, dass du über die göttliche Dichotomie Bescheid weißt und sie von Grund auf verstehst, wenn du mit Anstand in unserem Universum leben möchtest.  

Die göttliche Dichotomie besagt, dass zwei sich augenscheinlich widersprechende Wahrheiten gleichzeitig im selben Raum existieren können.

 

Das ist für die Menschen auf eurem Planeten nur schwer zu akzeptieren.  
Sie haben gerne Ordnung, und alles, was nicht in ihr Bild passt, wird automatisch abgelehnt.  
Deshalb wird, wenn zwei Realitäten anscheinend im Widerspruch zueinander stehen, sofort angenommen, dass die eine davon unrichtig, falsch, unwahr sein muss.  

Es bedarf einer ziemlich großen Reife, um zu erkennen und zu akzeptieren, dass tatsächlich beide wahr sein können.

 

Doch im Reich des Absoluten ist es - im Gegensatz zum Reich des Relativen, in dem du lebst - sehr klar, dass die eine Wahrheit, die Alles-was-Ist ist, zuweilen einen Effekt erzeugt, der sich, unter relativen Bedingungen betrachtet, wie ein Widerspruch ausnimmt.

 

Das nennt man eine göttliche Dichotomie, und sie ist ein sehr realer Bestandteil der menschlichen Erfahrung.  
Und wie Ich schon sagte, ist es praktisch unmöglich, ein Leben in Anstand zu führen, wenn das nicht akzeptiert wird.  
Dann ist man immer am Grammeln, ist wütend, schlägt um sich, strebt vergebens nach 'Gerechtigkeit'.  

Oder man versucht allen Ernstes, gegensätzliche Kräfte miteinander in Einklang zu bringen, die für solches nie gedacht waren, sondern gerade aufgrund der zwischen ihnen bestehenden Spannung genau den gewünschten Effekt erzeugen.

 

In der Tat wird das Reich des Relativen von genau solchen Spannungen zusammengehalten.  
Als Beispiel kann dir die Spannung zwischen Gut und Böse dienen.  
In der letzten Wirklichkeit gibt es kein Gut und Böse.  
Im Reich der Liebe gibt es nur die Liebe.  
Doch ihr habt im Reich des Relativen die Erfahrung erschaffen, die ihr das 'Böse' nennt, und das aus einem sehr vernünftigen Grund.  

Ihr wolltet die Liebe erfahren und nicht nur wissen, dass die Liebe Alles-was-Ist ist, und ihr könnt nicht etwas erfahren, wenn es nichts anderes gibt als dieses.  

Also habt ihr in eurer Realität eine Polarität von Gut und Böse erschaffen (und tut das weiterhin jeden Tag) und benutzt das eine, um das andere zu erfahren.  

Und somit haben wir hier eine göttliche Dichotomie – zwei sich anscheinend widersprechende, gleichzeitig am selben Ort existierende Wahrheiten, nämlich:  

Es gibt so etwas wie Gut und Böse.  
Es gibt nur die Liebe.

Das ist das große Geheimnis. 
Das ist heilige Weisheit.  
Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen.  

Alle eure Probleme, alle eure Konflikte, alle eure Schwierigkeiten beim Schaffen eines Lebens in Frieden und Freude auf eurem Planeten basieren darauf, dass ihr diese Anweisung nicht versteht und befolgt.

Und hier ist nun ein großes Geheimnis:  

Zur Herstellung eines Kontextes, innerhalb dessen ihr die Realität erfahren könnt, die ihr eurer Wahl nach erfahren wollt, muss die gegensätzliche Bedingung nicht notwendigerweise gleich neben euch existieren.

 

Die zwischen den Gegensätzen liegende Distanz ist irrelevant.  

Das gesamte Universum liefert den Kontext, innerhalb dessen alle gegensätzlichen Elemente existieren und somit alle Erfahrungen möglich gemacht werden.  

Das ist der Sinn und Zweck des Universums.  
Das ist seine Funktion.

Wenn du verstehst, was Ich dir gesagt habe, wirst du begreifen, dass nichts, was du siehst, wirklich ist. 
Du siehst das Bild von etwas, das einmal ein Ereignis war, doch selbst dieses Bild, dieser Energieausbruch, ist etwas, das du interpretierst. 
Deine persönliche Interpretation dieses Bildes nennt man deine Imaginationsfähigkeit, deine Einbildungskraft. 
Und du kannst deine Einbildungskraft benutzen, um was auch immer zu erschaffen. 
Weil - und dies ist das größte aller Geheimnisse - deine Einbildungskraft nach beiden Richtungen hin arbeitet.

Ihr interpretiert nicht nur Energie, ihr erschafft sie auch.  
Imagination ist eine Funktion eures Geistes, der ein Drittel eures dreiteiligen Wesens ausmacht.  
Ihr stellt euch in eurem Geist etwas vor, und es beginnt eine physische Form anzunehmen.  
Je länger ihr es euch vorstellt (und je mehr von euch es sich im Geiste vorstellen), desto physischer wird diese Form, bis die sich steigernde und intensivierende Energie, die ihr ihr gegeben habt, buchstäblich in Licht ausbricht und ein Bild von sich in das hineinschickt, was ihr Realität nennt.  
Dann 'seht' ihr das Bild und entscheidet wieder einmal, was es ist.  
So setzt sich der Kreislauf fort.  
Das ist es, was ich den Prozess genannt habe.

 

Das ist, was ihr seid.  
Ihr seid dieser Prozess.  
Das ist, was Gott ist.  Gott ist dieser Prozess.  
Das ist es, was Ich meinte, als Ich sagte, dass ihr der Schöpfer und das Geschaffene seid.

 

Ich habe für dich nun alles zusammengebracht.  
Wir kommen zum Schluss dieses Dialogs, und Ich habe dir die Wirkungsweise des Universums, das Geheimnis allen Lebens erklärt.

Nun wisse, dass es drei fundamentale Weisheiten gibt, ...

... die sich durch den Dialog hindurchziehen.  

 

1. Wir sind alle Eins.
2. Es ist genug da.
3. Es gibt nichts, was Wir zu tun haben.


- Ahmad:

"Ich nehme meine Zuflucht bei Allah, dass ich nicht unter den Unwissenden bin.
Herr, vollende Deine Gnade an mir."

(Heilger Koran)

Du änderst ständig deine Meinung.

Denk daran, das Leben ist ein fortwährender Schöpfungsprozess.
Du erschaffst jede Minute deine Realität.

Die Entscheidung, die du heute fällst, ist oft nicht diejenige, die du morgen triffst.

Doch hier ist ein Geheimnis aller Meister: 
Triff immer dieselbe Entscheidung.

- Schon haben sie ihre Pläne gemacht,
doch Allah ist der beste Planer.

Sie warten, also warte mit ihnen.

Sie wollten, du wärest entgegenkommend,
dann wären auch sie entgegenkommend.

(Heiliger Koran)

Komm Mir nahe!

Hör einfach nur zu.



'Zeit' ist kein Kontinuum. 
Sie ist ein Element der Relativität, und zwar in der Vertikalen, nicht in der Horizontalen. 

Denk sie dir nicht als etwas, das sich 'von links nach rechts' bewegt - als eine sogenannte Zeitschiene, die bei einem Individuum von der Geburt bis zum Tod und im Universum von irgendeinem endlichen Punkt bis zu irgendeinem endlichen Punkt verläuft.

 

'Zeit' ist etwas, das sich 'hinauf und hinunter' bewegt! 
Stell sie dir als eine Spindel vor, die den ewigen Moment des Jetzt darstellt.

 

Stell dir nun Papierblätter auf der Spindel vor, eines über dem anderen. 
Dies sind die Elemente der Zeit. 
Jedes Element ist gesondert und verschieden, doch ein jedes existiert simultan mit allen anderen. 
Das ganze Papier auf der Spindel ist auf einmal da! 
So viel, wie je da sein wird - so viel, wie je da war ...

 

Es gibt nur einen Moment - diesen Moment - den ewigen Moment des Jetzt.

 

Im Jetzt geschieht alles - und werde Ich verherrlicht. 
Es gibt kein Warten auf die Herrlichkeit Gottes. 
Ich erschuf alles so, weil Ich nicht warten konnte! 
Ich war so glücklich zu sein, Wer-Ich-Bin, das Ich es einfach nicht abwarten konnte, dies in Meiner Realität zu manifestieren. 
Also BUMM, hier ist es - gleich hier, gleich jetzt -, und zwar ALLES!

 

Dies hat keinen Anfang, und dies hat kein Ende. 
Es - das Alles-von-Allem - IST einfach.

 

In diesem SEIN liegt eure Erfahrung - und euer größtes Geheimnis.
In diesem SEIN kannst du innerhalb deines Bewusstseins in jede 'Zeit' oder an jeden 'Ort' reisen, die du dir aussuchst.

- Allahs Sein ist hoch erhaben.
Allah, der aus Sich Selbst Seiende.

(Heiliger Koran)

Du befindest dich an einem Ort im Raumzeit-Kontinuum, wo du dir dieser Begebenheit nicht auf bewusste Weise gewahr bist.
Du hast sie noch nicht als 'geschehen' erkannt und erfahren.
Du hast deine Zukunft noch nicht 'erinnert'!

(Diese Vergesslichkeit ist das Geheimnis von aller Zeit.
Das ist es, was es euch möglich macht, dieses große Spiel des Lebens zu spielen!
Ich werde das später erklären!)

Was du nicht 'weißt', ist nicht 'so'. 
Da 'du' deine Zukunft nicht 'erinnerst', ist sie 'dir' noch nicht 'geschehen'! 

Ein Ding 'geschieht' nur, wenn es 'erfahren' wird. 
Ein Ding wird nur 'erfahren', wenn es 'erkannt' ist. 

Sagen wir nun mal, dass dir ein kurzer Einblick in deine 'Zukunft', ein momentanes bruchstückhaftes 'Wissen', zuteil wurde. 

Hier hat dein Geist - der nichtphysische Teil von dir - sich ganz einfach flugs an einen anderen Ort im Raumzeit-Kontinuum begeben und einen Restbestand an Energie - einige Bilder oder Eindrücke - von diesem Moment oder Ereignis zurückgebracht.

 

Diese kannst du 'fühlen' - manchmal kann auch eine andere Person, die eine metaphysische Begabung entwickelt hat, diese um dich herumschwirrenden Bilder und Energien 'fühlen' oder 'sehen'.

 

Wenn dir das, was du da hinsichtlich deiner 'Zukunft' erspürst, nicht gefällt, dann tritt zurück. 
Nimm einfach Abstand davon! 
In diesem Moment veränderst du deine Erfahrung - und alles in dir stößt einen Seufzer der Erleichterung aus.

  

Ihr müsst wissen, und ihr seid nun bereit, dies zu erfahren, dass ihr auf jeder Ebene des Raumzeit-Kontinuums simultan existiert.

Das heißt, eure Seele war-immer, ist-immer und wird-immer-sein - eine Welt ohne Ende - Amen.

Menschliches Begriffsvermögen


Vergeude nicht die kostbaren Momente deiner gegenwärtigen Realität mit dem Bestreben,
alle Geheimnisse des Lebens enthüllen zu wollen.

Dass diese Geheimnisse Geheimnisse sind, hat einen Grund.
Entscheide dich im Zweifel zugunsten deines Gottes. 

Nutze deinen Moment des Jetzt für das höchste Ziel - die Schöpfung und den Ausdruck 
dessen, der-du-wirklich bist.

Prozess & Urknall


Der ganze Prozess wird wieder von vorne anfangen!
Es wird wieder einen sogenannten Urknall geben, und ein weiteres Universum wird geboren werden.
Es wird sich ausdehnen und zusammenziehen.
Und dann wird es wieder dasselbe machen.
Und wieder und wieder.
Für immer und ewig.
Eine Welt ohne Ende.
Dies ist das Ein- und Ausatmen Gottes.

Du nutzt dein Leben wahrscheinlich nicht am effizientesten, wenn du übermäßig viel Zeit auf den Versuch verwendest,
die tiefsten Geheimnisse des Universums zu enträtseln.


Doch aus diesen einfachen, laienhaften Gleichnissen und Beschreibungen der höheren Prozesse lassen sich nützliche Erkenntnisse gewinnen.

- Allah zu Noah:


"Oh Noah, befrage Mich nicht über Dinge, 
die dein Begriffsvermögen übersteigen,
damit du nicht der Toren einer werdest."

(Heiliger Koran)

Mutter aller Bücher ...

... und ihre Nachkommenschaft.

Erstens, behandelt sie als Geistwesen. 
Sie sind Geistwesen, die in einen physischen Körper eintreten. 

Und das ist nicht leicht für ein Geistwesen; es ist nicht leicht, sich daran zu gewöhnen. 
Es ist sehr eng, sehr einschränkend. 

Das Kind wird also aufschreien, weil es sich plötzlich so begrenzt findet. 
Hört diesen Aufschrei. 
Versteht ihn. 
Und gebt euren Kindern sosehr wie möglich das Gefühl von 'Unbegrenztheit'.

 

Zweitens, führt sie mit Sanftheit und Güte und Achtsamkeit in die Welt ein, die ihr erschaffen habt. 
Achtet sorgsam darauf, was ihr in ihren Gedächtnisspeicher eingebt. 
Kinder erinnern sich an alles, was sie sehen, an alles, was sie erleben. 

Warum gebt ihr euren Kindern in dem Moment, in dem sie aus dem Mutterschoß geboren werden, einen Klaps? 
Denkt ihr wirklich, das sei die einzige Möglichkeit, ihren Motor in Gang zu setzen? 

Warum nehmt ihr die Babys nur Minuten nachdem sie von der einzigen Lebensform getrennt wurden, die sie in ihrer bisherigen Existenz kannten, von ihren Müttern weg? 

Kann das Maßnehmen und Wiegen und Stupsen und Pieksen nicht noch einen Moment warten, bis das Neugeborene die Sicherheit und den Trost dessen, was ihm Leben gegeben hat, erfahren hat? 

Warum lasst ihr zu, dass zu den frühesten Bildern, denen euer Kind ausgesetzt wird, Bilder von Gewalttätigkeit gehören? 
Wer hat euch erzählt, dass das für Kinder gut ist? 
Und warum versteckt ihr Bilder der Liebe? 

Warum lehrt ihr eure Kinder, sich für ihren eigenen Körper und seine Funktionen zu schämen und zu genieren, indem ihr eure eigenen Körper vor ihnen abschirmt und ihnen sagt, dass sie sich nie selbst in einer Weise berühren und betasten dürfen, die ihnen Vergnügen bereitet? 

Was für Botschaften über Vergnügen übermittelt ihr ihnen? 
Und welche Lektionen lehrt ihr sie über den Körper? 

Warum steckt ihr eure Kinder in Schulen, in denen konkurrierendes Verhalten erlaubt, ja geradezu ermuntert wird, wo jene belohnt werden, die am »besten« sind und am »meisten« lernen, wo 'Leistung' gut benotet wird und diejenigen, die in ihrem eigenen Tempo voranschreiten, kaum toleriert werden? 

Was lernen eure Kinder daraus? 

Warum unterrichtet ihr eure Kinder nicht in Bewegung und Musik, lehrt sie nicht, Freude an Kunst, 
am Geheimnis der Märchen und an den Wundern des Lebens zu finden? 

Warum bringt ihr nicht nach außen, was sich ganz natürlich im Kind findet, 
statt etwas in das Kind hineinzustecken, das für es unnatürlich ist?

 

Und warum erlaubt ihr nicht, dass eure jungen Menschen lernen, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und schöpferisch zu sein, das Instrumentarium ihrer eigenen Intuition und ihres tiefsten inneren Wissens zu nutzen, statt sich der Regeln und auswendig gelernter Systeme und Schlussfolgerungen einer Gesellschaft zu bedienen, die sich selbst bereits bewiesen hat, dass sie völlig unfähig ist, sich über diese Methoden weiterzuentwickeln, sie aber dennoch weiterhin anwendet?

 

Und schließlich, lehrt sie Gedanken und Ideen, nicht Fachwissen.

Entwerft einen neuen Lehrplan und baut ihn um drei Grundbegriffe herum auf:

Bewusstheit - Ehrlichkeit - Verantwortungsgefühl

 

Lehrt eure Kinder von klein auf, was es mit diesen Begriffen, mit diesen Grundgedanken auf sich hat. 
Lasst sie bis zum letzten Schultag in allem deutlich werden. 
Gründet euer gesamtes Erziehungssystem auf diese Grundbegriffe. 
Lasst alle Unterweisung tief in ihnen verwurzelt sein.

Wenn das Hauptziel und Anliegen eurer Gesellschaft im Überleben aller bestünde (so wie es in allen wahrhaft aufgeklärten oder erleuchteten Gesellschaften der Fall ist), im gleichen Nutzen für alle, in der Sicherstellung eines guten Lebens für alle, dann würde jede Notwendigkeit der Geheimhaltung, der hinter verschlossenen Türen ausgehandelten Geschäfte und abgekarteten Machenschaften und von Geld, das sich verstecken lässt, entfallen.

Ist dir klar, wie viel an guter alter Korruption, von Unfairness und Ungerechtigkeiten ganz zu schweigen,
durch die Einführung eines solchen Systems ausgeräumt würde?

Das Geheimnis, das Schlüsselwort heißt hier Sichtbarkeit.

- Allah ist unabhängig aller Welten.
Der Mensch aber ist bedürftig.

(Heiliger Koran)

Ich sage dir dies: 

Nichts führt schneller zu Fairness als Sichtbarkeit.

 

Sichtbarkeit ist einfach ein anderes Wort für Wahrheit. 
Bring die Wahrheit in Erfahrung, sie wird dich befreien. 

Regierungen, Konzerne und Menschen, die über Macht verfügen, wissen das, weshalb sie niemals zulassen werden, dass die Wahrheit - die schlichte und einfache Wahrheit - die Grundlage eines von ihnen konstruierten politischen, sozialen oder ökonomischen Systems bildet. 

In erleuchteten Gesellschaften gibt es keine Geheimnisse. 

Jeder weiß, was der andere hat, was er verdient, was er an Gehältern, Steuern und Beihilfen zahlt und was die anderen Unternehmen im einzelnen berechnen und für wie viel sie kaufen und mit wie viel Profit sie verkaufen und alles. 

Alles.

 

Weißt du, warum das nur in erleuchteten Gesellschaften möglich ist? 
Weil in diesen Gesellschaften niemand bereit ist, auf Kosten eines anderen irgend etwas zu bekommen oder zu besitzen.

- Kollektiv:
"Wenn Wir scherzen wollten, könnten Wir das mit Uns Selbst.
Wenn Wir es denn wollten."

Die Gottnahen sind die Elite der Elite.

Die niedere Unterwelt ist eine Welt des Spielens und Scherzens.
Sie sind die Niedrigsten der Niedrigen.

(Heiliger Koran)

Lass Mich dich noch mal dazu einladen, darüber nachzudenken.

 

Glaubst du, ihr könntet ein solches Leben führen?
Keine Geheimnisse mehr?
Absolute Sichtbarkeit und Durchschaubarkeit? 
Wenn nicht, warum nicht?


- Sag: "Ich nehme meine Zuflucht bei Allah vor der List der Dunkelheit."

(Heiliger Koran)


 

Was verbergt ihr vor anderen, das sie nicht wissen sollen? 
Was sagst du zu anderen, das nicht wahr ist? 
Was sagst du jemandem nicht, das wahr ist? 
Hat das Lügen durch Sagen oder Verschweigen eure Welt dahin gebracht, wo ihr eigentlich sein wollt?

Hat euch die Manipulation (der Wirtschaft, einer Situation oder einfach einer Person) 
durch Stillschweigen oder Heimlichtuerei wirklich genützt? 

Ist 'Diskretion' wirklich das, was euren Staat, eure Konzerne und euer persönliches Leben funktionieren lässt?

Was würde geschehen, wenn für jedermann alles sichtbar wäre?

 

Es liegt allerdings eine gewisse Ironie in der Sache. 
Seht ihr nicht, dass dies genau das ist, wovor ihr euch bei eurer ersten Begegnung mit Gott fürchtet? 

Kapiert ihr nicht, dass ihr genau davor Angst habt: 

Dass das Stück aus ist, das Spiel vorbei, der Stepptanz zu Ende, das Schattenboxen vorüber und dass die lange, lange Kette der großen und kleinen Täuschungsmanöver und Betrügereien - ganz buchstäblich - an einem toten Punkt angelangt ist? 

Doch die gute Nachricht ist die, dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben, sich zu fürchten. 

Niemand wird euch verurteilen, niemand wird euch der 'Missetat' bezichtigen, niemand wird euch in ein ewiges Höllenfeuer werfen. 
(Und was euch Angehörige der römisch-katholischen Kirche angeht, ihr werdet auch nicht ins Fegefeuer kommen.) 

Nun, ihr versteht, was Ich meine.
 
Jeder von euch hat sich im Kontext eurer jeweiligen Theologie irgendein Bild, ...
... irgendeine Vorstellung von Gottes schlimmstem Strafgericht zurechtgebastelt. 

Und Ich hasse es, es euch sagen zu müssen, da Ich sehe, was für einen Spaß euch das ganze Drama macht, 
aber, nun ja ... so etwas gibt es einfach nicht.


- Sie sind schmerzhaft hassenswert.

(Heiliger Koran)

 

Vielleicht könnt ihr, wenn ihr die Angst davor verliert, dass eurer Leben im Augenblick eures Todes total sichtbar offen gelegt wird, 
auch eure Angst davor überwinden, dass euer Leben total sichtbar wird, während ihr es lebt.

Das habe Ich dir von Anfang an gesagt, das habe Ich dir versprochen.
Es wird drei Bücher geben, sagte Ich.

Das erste wird sich mit den Wahrheiten und Herausforderungen des individuellen Lebens befassen.
Das zweite wird die Wahrheiten eines Lebens als Familie auf diesem Planeten besprechen.

Und das dritte, so sagte Ich, wird auf die größten Wahrheiten eingehen, jene, die mit den ewigen Fragen zu tun haben.
In ihm werden die Geheimnisse des Universums enthüllt werden.

Oder auch nicht.

- Allah bricht Sein Versprechen nicht.

Warum haben sie nicht gesagt:
"So Allah will."?

(Heiliger Koran)

Kein Gebet - und ein Gebet ist nichts weiter als eine inbrünstige Aussage über das, was so ist - bleibt unbeantwortet.
Jedem Gebet - jedem Gedanken, jeder Aussage, jedem Gefühl - wohnt eine schöpferische Kraft inne.
In dem Maße, wie es aus ganzem Herzen als Wahrheit erachtet wird, wird es sich auch in deiner Erfahrungswelt manifestieren.

Wenn es heißt, dass ein Gebet nicht erhört wurde, dann sind in Wirklichkeit der Gedanke, das Wort, das Gefühl, die am innigsten gehegt wurden, wirksam geworden.

Doch du musst wissen - und das ist das Geheimnis -, dass es immer der Gedanke hinter dem Gedanken, jener Gedanke, der sozusagen Pate steht, der 'stiftende Gedanke' ist, der beherrschend wirksam wird.

 

Daher besteht, wenn du etwas erbittest, eine viel geringere Chance, dass du das erfährst, was du dir deiner Meinung nach erwählt hast, weil der stiftende Gedanke hinter jeder flehentlichen Bitte der ist, dass du jetzt nicht hast, was du dir erwünschst. 

Der stiftende Gedanke wird zu deiner Realität.

 

Der einzige stiftende Gedanke, der diesen Gedanken (vom Mangel) außer Kraft setzen könnte, ist der in gutem Glauben gehegte Gedanke, dass Gott unfehlbar der jeweiligen Bitte entsprechen wird. 

Manche Menschen haben einen solchen Glauben, doch es sind sehr wenige. 

Der Gebetsvorgang wird sehr viel einfacher, wenn ihr nicht glauben müsst, dass Gott zu jeder Bitte immer 'ja' sagen wird, sondern vielmehr intuitiv versteht, dass die Bitte selbst gar nicht notwendig ist. 

Dann ist das Gebet ein Dankgebet. 
Es ist gar keine Bitte, sondern eine in Dankbarkeit geäußerte Aussage über das, was so ist.

- Ahmad: "Danke Allah, dass Du mich lehrst, was ich nicht wusste."
Allah wünscht euch erleichtert und wünscht euch nicht beschwert.

Selbst Vögel loben ihren Herrn mit ausgebreiteten Schwingen, der Mensch aber kennt die Lobpreisung nicht.

(Heiliger Koran)

Es gibt nur einen Grund für alles Leben, nämlich dass ihr und alles, was lebt, diese Herrlichkeit in ganzer Fülle erfahrt.

 

Alles, was ihr sonst sagt, denkt oder tut, dient diesem Zweck.
Es gibt nichts anderes für eure Seele zu tun, und nichts anderes, was eure Seele tun möchte.
Das Wundersame an diesem Sinn und Zweck ist, dass er kein Ende hat.
Ein Ende bedeutet Beschränkung, und Gottes Absicht beinhaltet nicht eine solche Begrenzung.

Sollte der Moment kommen, in dem du dich in all deiner Herrlichkeit erfährst, so wirst du dir dann eine noch größere Herrlichkeit vorstellen, zu der du gelangen willst.

Je mehr du bist, desto mehr kannst du werden, und je mehr du wirst, desto mehr kannst du noch werden.
Das tiefste Geheimnis ist, dass das Leben nicht ein Entdeckungsprozess, sondern ein Schöpfungsprozess ist.

Du entdeckst dich nicht selbst, sondern du erschaffst dich neu. 
Trachte deshalb nicht danach herauszufinden, wer-du-bist, sondern trachte danach zu entscheiden, wer-du-sein-möchtest.

- Allah, der aus Sich Selbst Seiende.
Allahs Sein ist hoch erhaben.

(Heiliger Koran)

Emotion ist die Kraft, die anzieht. 
Das, was du stark fürchtest, wirst du erfahren. 

Ein Tier - das ihr als niedrigere Lebensform betrachtet (obwohl Tiere mit mehr Integrität und größerer Folgerichtigkeit handeln als Menschen) -, weiß sofort, ob ihr Angst vor ihm habt. 

Pflanzen - die von euch als eine noch niedrigere Lebensform angesehen werden - reagieren auf Menschen, die sie lieben, sehr viel besser als auf jene, denen sie völlig gleichgültig sind. 

Nichts davon ist Zufall. 
Es gibt keinen Zufall im Universum - nur eine großartige Konstruktion, eine unglaubliche 'Schneeflocke'.

 

Emotion ist Energie in Bewegung.

Wenn ihr Energie in Bewegung setzt, schafft ihr eine Auswirkung.
Wenn ihr genügend Energie in Bewegung setzt, schafft ihr Materie.
Materie ist zusammengeballte Energie - Energie, die herumbewegt, zusammengeschoben wurde.
Wenn ihr Energie auf eine bestimmte Art lange genug manipuliert, erhaltet ihr Materie.
Jeder Meister versteht dieses Gesetz.
 
Es ist die Alchemie des Universums, das Geheimnis allen Lebens.

Gedanken sind reine Energie. 
Kein Gedanke, den ihr habt, jemals hattet, stirbt je - niemals. 
Er verlässt euer Wesen und macht sich auf ins Universum, dehnt sich immerwährend aus. 
Ein Gedanke existiert in alle Ewigkeit. 
Alle Gedanken nehmen Gestalt an; sie begegnen sämtlich anderen Gedanken, kreuzen, überschneiden sich in einem unglaublichen Labyrinth der Energie, bilden ein sich fortwährend veränderndes Muster von unaussprechlicher Schönheit und unvorstellbarer Komplexität. 

Gleichgeartete Energien ziehen sich an - bilden (um es verständlich auszudrücken) 'Energieansammlungen' der gleichen Art. 
Wenn genügend gleichartige 'Energieansammlungen' einander überschneiden - aufeinander treffen -, 'haften' sie wiederum einfach ausgedrückt aneinander. 

Es bedarf somit einer unbegreiflich großen Menge 'aneinanderhaftender', gleichgearteter Energie, um Materie entstehen zu lassen. 

Doch Materie bildet sich aus reiner Energie. 

Tatsächlich ist dies die einzige Möglichkeit, wie sie sich bilden kann. 

Wenn Energie sich erst einmal in Materie verwandelt hat, bleibt sie es für sehr lange Zeit - es sei denn, sie wird in ihrem Aufbau durch eine entgegengesetzte oder ungleichartige Energieform zerrissen. 

Diese auf die Materie einwirkende ungleichartige Energie zerstückelt die Materie und setzt die rohe Energie, aus der sie sich zusammensetzte, frei.

 

Das ist, elementar gesprochen, die Theorie, die hinter der Atombombe steht.

Einstein kam der Entdeckung, Erklärung und Funktionalisierung des schöpferischen Geheimnisses des Universums näher als irgendein anderer Mensch zuvor oder seither.

 

Du solltest nun besser verstehen, wie Menschen gleichen Geistes zur Schaffung einer bevorzugten Realität zusammenarbeiten können. 

Der Spruch 'Wo immer sich zwei oder mehr in meinem Namen versammeln', gewinnt eine sehr viel tiefere Bedeutung.

 

Natürlich ereignen sich, wenn ganze Gesellschaften auf eine bestimmte Weise denken, oft erstaunliche Dinge, die nicht immer alle unbedingt wünschenswert sind. Zum Beispiel produziert eine Gesellschaft, die in Angst lebt, sehr oft - eigentlich unvermeidlich - förmlich das, was sie am meisten fürchtet.

 

Ähnlich finden große Gemeinden oder Versammlungen in der kollektiven Gedankenkraft (oder das, was manche Leute gemeinsames Gebet nennen) zu einer wunderwirkenden Kraft.

 

Und es muss klar gestellt werden, dass auch Einzelpersonen, wenn die Kraft ihrer Gedanken (ihr Gebet, ihre Hoffnung, ihr Wunsch, ihr Traum, ihre Angst) über eine außergewöhnliche Stärke verfügt, von sich aus solche Resultate bewirken können. 

Jesus tat das regelmäßig. 
Er wusste, wie man Energie und Materie manipuliert, sie umstrukturiert, sie umverteilt, sie absolut kontrolliert. 
Viele Meister wussten das, und etliche wissen es auch heute. 
Du kannst es wissen. 
Gleich jetzt.

 

Das ist das Wissen um Gut und Böse, an dem Adam und Eva teilhatten. 
Solange sie diese Kenntnis nicht besaßen, konnte es kein Leben geben, wie ihr es kennt. 

Adam und Eva - die mythischen Namen, die ihr ihnen als Verkörperungen des allerersten Mannes und der allerersten Frau gegeben habt - waren Vater und Mutter der menschlichen Erfahrung.

 

Was als der Sündenfall Adams beschrieben wurde, war in Wirklichkeit seine Erhöhung - das größte Einzelereignis der Menschheitsgeschichte. 

Denn ohne dieses Ereignis würde die Welt der Relativität nicht existieren. 
Das Handeln Adams und Evas war nicht die Ursünde, sondern in Wahrheit der erste Segen. 

Ihr solltet ihnen aus tiefstem Herzen dankbar sein, denn indem sie die ersten waren, die eine 'falsche' Wahl trafen, schufen sie die Möglichkeit, überhaupt irgendeine Wahl treffen zu können. 

In eurer Mythologie habt ihr Eva zur 'Bösen' gemacht, zur Versucherin, die von der Frucht des Wissens um Gut und Böse aß und Adam kokett einlud, sich ihr anzuschließen. 

Dieser mythologische Szenenaufbau hat euch seither gestattet, der Frau die Verantwortung für den 'Sturz' des Mannes zuzuschieben, was alle möglichen verdrehten Realitätsvorstellungen zur Folge hatte - von den Ansichten und Verwirrungen beim Thema Sexualität ganz zu schweigen. 
(Wie könnt ihr ein so gutes Gefühl bei etwas so Schlechtem haben?)

 

Was ihr am meisten fürchtet, das wird euch am meisten quälen. 
Die Furcht wird es wie ein Magnet zu euch heranziehen. 

Alle eure heiligen Schriften - alle von euch geschaffenen religiösen Überzeugungen und Traditionen - beinhalten die deutliche Ermahnung: 
Fürchte dich nicht. Glaubt ihr, das sei ein Zufall? 

Die Gesetze sind sehr einfach:

 

1. Der Gedanke ist schöpferisch.

2. Furcht zieht gleichgeartete Energie an.

3. Liebe ist alles, was es gibt.

Liebe ist die höchste, letztendliche Energie. 
Das Alles. 
Das Gefühl der Liebe ist eure Erfahrung von Gott. 
Innerhalb der höchsten Wahrheit ist Liebe alles, was existiert, alles, was war, und alles, was je sein wird. 

Wenn du dich in das Absolute begibst, begibst du dich in die Liebe. 
Das Reich des Relativen wurde geschaffen, damit Ich Mich Selbst erfahren kann. 
Das habe Ich euch bereits erklärt. 
Doch das macht das Reich des Relativen nicht zur Realität im Sinne von Wirklichkeit. 
Es ist eine geschaffene Realität, die von euch und Mir entworfen wurde und weiterhin wird - damit Wir Uns erfahrungsgemäß kennen lernen können.

 

Doch die Schöpfung kann sehr real erscheinen. 
Ihr Zweck besteht darin, so real zu wirken, dass wir sie als wahrhaft existierend akzeptieren. 
So hat Gott es bewerkstelligt, 'etwas anderes' als sich selbst zu erschaffen (obwohl das genaugenommen unmöglich ist, da Gott das Ich-Bin-Alles-Was-Ist ist).

 

Indem Ich 'etwas anderes' - namentlich das Reich des Relativen - erschuf, habe Ich eine Umgebung bereitet, in der ihr wählen könnt, Gott zu sein, statt dass euch nur einfach gesagt wird, dass ihr Gott seid; in der ihr das Gottsein als einen Schöpfungsakt statt nur einer gedanklichen Vorstellung erfahren könnt; in der die kleine Kerze in der Sonne - die kleinste Seele - sich selbst als Licht erkennen kann.

Furcht und Angst sind am anderen Ende der Liebe angesiedelt.
Das ist die primäre Polarität.
Bei der Erschaffung des Reichs des Relativen erschuf ich zuerst das Gegenteil Meines Selbst.

Nun gibt es im Reich, in dem ihr auf der physischen Ebene lebt, nur zwei Orte des Seins:
Angst und Liebe.

In der Angst wurzelnde Gedanken produzieren eine Art von Manifestation auf der physischen Ebene.
In der Liebe wurzelnde Gedanken produzieren eine andere.

Die Meister, welche die Erde betraten, sind diejenigen, die das Geheimnis der Relativen Welt entdeckt haben und sich weigerten, deren Realität als Wirklichkeit anzuerkennen.

Kurz gesagt: Meister sind jene, die sich nur für die Liebe entschieden haben - in jedem Augenblick, in jedem Moment, unter allen Umständen. 
Selbst als sie getötet wurden, liebten sie ihre Mörder. Sogar als sie verfolgt wurden, liebten sie ihre Unterdrücker. 

Das ist für euch sehr schwer zu verstehen und noch schwieriger nachzuahmen. 
Trotzdem ist es das, was jeder Meister immer getan hat. 
Es spielt keine Rolle, welcher Art die Philosophie, die Tradition, die Religion war - es ist das, was jeder Meister tat.

 

Dieses Beispiel, diese Lektion ist euch äußerst klar dargelegt worden; es wurde euch immer und immer wieder vor Augen geführt: in allen Zeitaltern und an allen Orten, in allen euren Leben und in jedem Moment. 

Das Universum hat sich jeder List und jedes Kniffs bedient, um euch diese Wahrheit nahe zu bringen: in Liedern und Geschichten, in der Dichtung und im Tanz, in Worten und in der Bewegung - in sich bewegenden Bildern, von euch als Filme bezeichnet, und in Sammlungen von Worten, die ihr Bücher nennt.

 

Vom höchsten Berggipfel ist sie herausgeschrien worden, am allertiefsten Ort wurde ihr Wispern vernommen. 
Durch die Korridore jedweder menschlicher Erfahrung hallte diese Wahrheit wider: Liebe ist die Antwort. 
Doch eure Ohren blieben verschlossen.

 

Nun kommt ihr zu diesem Buch und fragt Gott abermals, was ihr ihn unzählige Male und auf mannigfache Weise gefragt habt. 
Und Ich werde es euch wieder sagen - hier - im Kontext dieses Buches. 

Werdet ihr nun zuhören? 
Werdet ihr wirklich hören?

 

Was hat euch eurer Meinung nach zu diesem Material geführt? 
Wie kommt es, dass ihr es in euren Händen haltet? 

Glaubt ihr, Ich weiß nicht, was Ich tue? 
Es gibt keine Zufälle im Universum.

 

Ich habe das Schluchzen eures Herzens gehört. 
Ich habe die Suche eurer Seele gesehen. 
Ich weiß, wie tief ihr nach der Wahrheit verlangt habt. 
In Schmerzen habt ihr nach ihr gerufen, und in Freude. 
Endlos habt ihr Mich bedrängt. 
Zeig mich mir selbst. 
Erklär mir mich selbst. 
Offenbare mich mir selbst.

 

Das tue Ich hier mit so einfachen Worten, dass ihr sie nicht missverstehen könnt. 
In so einfacher Sprache, dass ihr nicht in Verwirrung geraten könnt. 

Mit einem so allgemein gebräuchlichen Wortschatz, dass ihr euch nicht darin verirren könnt.

 

Also macht nun weiter. 
Fragt Mich, was auch immer. 
Was auch immer. 
Ich werde Mir etwas ausdenken, um euch die Antwort zu bringen. 
Dazu werde Ich Mich des ganzen Universums bedienen. 
Also seid wachsam. 
Dieses Buch ist bei weitem nicht mein einziges Mittel. 
Ihr könnt eine Frage stellen und dann das Buch niederlegen. 
Aber haltet die Augen offen. 
Hört zu: den Worten des nächsten Liedes, dem ihr lauscht. 
Achtet auf die Information im nächsten Artikel, den ihr lest. 
Das Thema des nächsten Films, den ihr euch anschaut. 
Die beiläufige Äußerung der nächsten Person, die ihr trefft. 

Oder das Flüstern des nächsten Flusses, des nächsten Ozeans, der nächsten Brise, die euer Ohr liebkost - all das sind Meine Mittel; all diese Wege stehen Mir offen. 

Ich werde zu euch sprechen, wenn ihr zuhört. 
Ich werde zu euch kommen, wenn ihr Mich einladet. 
Ich werde euch dann zeigen, dass Ich immer da war. 
Überall.

Wenn du dein Selbst nicht lieben kannst, bist du unfähig, jemand anderen zu lieben. 
Viele Menschen begehen den Fehler, die Liebe zum Selbst durch die Liebe zu einem anderen zu suchen. 

Natürlich ist ihnen nicht klar, dass sie das tun. 
Es ist kein ihnen bewusstes Bemühen. 
Es spielt sich tief innen, in eurem sogenannten Unterbewusstsein, ab. 

Diese Menschen denken: 
'Wenn ich nur andere lieben kann, dann werden sie mich lieben. 
Dann werde ich liebenswert sein, und ich kann mich lieben.'

 

Umgekehrt hassen sich so viele selbst, weil sie das Gefühl haben, dass es niemanden gibt, der sie liebt. 
Das ist eine Krankheit. 

Diese Menschen sind wahrhaft 'liebeskrank', denn in Wahrheit werden sie von anderen geliebt, aber das spielt für sie keine Rolle. 
Ganz gleich, wie viele Menschen ihnen sagen, dass sie sie lieben, es ist nie genug. 
Erstens glauben sie euch nicht. 
Sie denken, dass ihr sie zu manipulieren versucht - etwas zu bekommen versucht. 
(Wie könnt ihr sie denn lieben für das, was sie wirklich sind? 
Nein, da muss irgendwo ein Haken sein. 
Ihr müsst irgend etwas wollen! 
Nun, und was ist es, das ihr wollt?)

 

Sie sitzen da und bemühen sich herauszufinden, wie irgend jemand dazu kommen könnte, sie tatsächlich zu lieben. 
Sie glauben euch also nicht und machen sich daran, es euch beweisen zu lassen. 
Ihr müsst beweisen, dass ihr sie liebt. 
Und dazu verlangen sie vielleicht von euch, dass ihr euer Verhalten ändert.

 

Zweitens, wenn sie es schließlich über sich bringen, euch glauben zu können, dass ihr sie liebt, fangen sie sofort an, sich darum zu sorgen, wie lange sie sich eure Liebe erhalten können. 

Um sie sich zu erhalten, beginnen sie damit, ihr Verhalten zu ändern.

 

So können sich zwei Menschen buchstäblich in einer Beziehung verlieren. 
Sie gehen eine Beziehung ein in der Hoffnung, sich selbst zu finden, und verlieren sich statt dessen. 
Dieser Verlust des Selbst verursacht die meiste Bitterkeit in solchen Paarbeziehungen.

 

Zwei Menschen tun sich zu einer Partnerschaft zusammen in der Hoffnung, dass das Ganze größer sein wird als die Summe seiner Teile, nur um schließlich festzustellen, dass es sich vermindert. 

Sie haben das Gefühl, weniger zu sein, als sie es als Singles waren. 
Sie meinen, weniger befähigt, weniger aufregend, weniger attraktiv zu sein, weniger Freude, weniger Zufriedenheit zu empfinden. 

Sie empfinden es deshalb, weil sie weniger sind. 
Sie haben das meiste von dem, was sie sind, aufgegeben, um in ihrer Beziehung sein und bleiben zu können. 

So waren Beziehungen nie gedacht. 
Und doch werden sie in dieser Weise von mehr Menschen erlebt, als ihr je kennen lernen könntet.

 

Warum?

 

Weil die Menschen den Kontakt zum Sinn und Zweck der Beziehungen verloren haben 
(falls ihnen ein solcher Kontakt überhaupt je vergönnt war).

 

Wenn ihr euch nicht mehr als heilige Seelen seht, die sich auf einer heiligen Reise befinden, könnt ihr auch nicht den Zweck, den letztlichen Grund für alle Beziehungen erkennen.

 

Die Seele trat in den Körper ein, und der Körper erwachte zum Leben zum Zweck der Evolution. 
Ihr entwickelt euch weiter, entfaltet euch, seid am Werden. 
Und ihr benutzt eure Beziehung zu allem, um zu entscheiden, was ihr werdet.

 

Das ist die Aufgabe, um derentwillen ihr hierhergekommen seid. 
Das ist die Freude am Erschaffen, am Kennenlernen des Selbst, am bewussten Werden zu dem, was ihr nach eurem Wunsch sein wollt. 
Das ist mit Selbst-Bewusstsein gemeint.

 

Ihr habt euer Selbst in die Welt der Relativität gebracht, damit euch die Instrumente zur Verfügung stehen, mit deren Hilfe ihr das, was-ihr-wirklich-seid, kennen lernen und erfahren könnt. 

Wer-du-bist ist das, als was du dich erschaffst, um mit dem ganzen Rest in Beziehung zu stehen. 
Eure persönlichen Beziehungen sind die wichtigsten Elemente in diesem Prozess. 
Deshalb sind sie heiliger Boden. 

Sie haben im Grunde nichts mit dem anderen zu tun, haben aber doch, da sie einen anderen beinhalten, alles mit dem anderen zu tun. 

Das ist die göttliche Dichotomie. 
Das ist der geschlossene Kreis. 

Daher ist die Aussage 'Gesegnet seien die Selbst-Zentrierten, denn sie werden Gott erfahren', gar nicht so radikal. 
Es ist vielleicht kein schlechtes Ziel im Leben, den höchsten Teil deines Selbst zu kennen, zu erfahren und dort zentriert zu bleiben.

 

An erster Stelle muss also die Beziehung zu eurem Selbst stehen. 
Ihr müsst als erstes lernen, euer Selbst zu achten, zu schätzen und zu lieben.

 

Ihr müsst zuerst euer Selbst als würdig ansehen, bevor ihr einen anderen als würdig ansehen könnt. 
Ihr müsst zuerst euer Selbst als gesegnet ansehen, bevor ihr einen anderen als gesegnet ansehen könnt. 
Ihr müsst zuerst euer Selbst als heilig erkennen, bevor ihr die Heiligkeit im anderen anerkennen könnt.

 

Wenn ihr den Karren vor den Ochsen spannt - wie es die meisten Religionen von euch fordern - und einen anderen als heilig anerkennt, bevor ihr euch selbst als heilig akzeptiert, werdet ihr das eines Tages übel nehmen. 

Wenn es etwas gibt, das keiner von euch tolerieren kann, dann ist es das, dass jemand heiliger ist als ihr. 
Doch eure Religionen zwingen euch dazu, dass ihr andere heiliger nennt als euch. 
Und ihr befolgt das auch - für eine Weile. 
Dann kreuzigt ihr sie.

 

Ihr habt (auf die eine oder andere Weise) alle meine Lehrer gekreuzigt, nicht nur einen. 
Und das tatet ihr nicht, weil sie heiliger waren als ihr, sondern weil ihr sie dazu gemacht habt.

 

Meine Lehrer verkündeten sämtlich die gleiche Botschaft. 
Und diese lautete nicht 'Ich bin heiliger als ihr', sondern 'Ihr seid so heilig, wie ich es bin'.

 

Das ist die Botschaft, die zu hören ihr nicht fähig wart; das ist die Wahrheit, die ihr nicht akzeptieren konntet. 
Und deshalb könnt ihr euch auch nie ganz wahrhaftig und rein in einen anderen verlieben. 
Denn ihr habt euch nie ganz wahrhaftig und rein in euer Selbst verliebt. 

Und so sage Ich euch dies: 

Konzentriert und begründet euch jetzt und für immer auf euer Selbst. 
Schaut euch in jedem Moment an, was ihr seid, tut und habt, und nicht, was beim anderen stattfindet.

 

Ihr findet euer Heil nicht in der Aktion des anderen, sondern in eurer Reaktion.

 
Das gehört zum Wachstumsprozess. 
Das ist Teil der Evolution. 
In einer Beziehung habt ihr es mit der Arbeit auf seelischer Ebene zu tun, aber das ist eine sehr tiefe Einsicht, ein sehr großer Akt der Erinnerung. 

Solange ihr euch nicht daran erinnert - und auch nicht daran, dass ihr die Beziehung als Instrument der Erschaffung des Selbst nutzt -, müsst ihr auf jener Ebene arbeiten, auf der ihr euch befindet: auf der Ebene des Verständnisses, der Bereitschaft, des Gedächtnisses.

 

Und so gibt es Dinge, die ihr tun könnt, wenn ihr mit Schmerz und Kränkung auf das reagiert, was ein anderer ist, sagt oder tut. 
Als erstes sollt ihr euch selbst und dem anderen gegenüber ganz ehrlich zugeben, wie ihr euch fühlt. 
Davor haben viele von euch Angst, weil sie meinen, dass es sie 'schlecht ausschauen' lässt. 
Irgendwo tief im Innern habt ihr wahrscheinlich begriffen, dass es tatsächlich lächerlich ist, sich 'so zu fühlen'. 
Wahrscheinlich ist es kleinkariert von euch. 
Ihr seid an sich 'darüber erhaben', vermögt es aber nicht zu ändern. 
Ihr fühlt eben so. 
Da gibt es nur eines, was ihr tun könnt: Ihr müsst eure Gefühle achten, weil ihr auf diese Weise euer Selbst achtet. 
Und ihr müsst euren Nächsten lieben wie euch selbst. 

Wie könnt ihr je erwarten, dass ihr die Gefühle eines anderen versteht und respektiert, wenn ihr die Gefühle eures Selbst nicht achten könnt?

 

Die erste Frage bei jedweder Interaktion mit einem anderen lautet: 
Wer-bin-ich und wer-will-ich-sein in Beziehung dazu?

 

Oft erinnert ihr euch nicht daran, wer-ihr-seid, und wisst nicht, wer-ihr-sein-wollt, bis ihr ein paar Seinsweisen ausprobiert habt. 
Deshalb ist es so wichtig, dass ihr eure wahren Gefühle achtet.

 

Ist euer erstes Gefühl negativer Art, dann reicht häufig die bloße Tatsache, dass ihr dieses Gefühl habt, schon aus, um sich davon zu verabschieden. 

Wenn ihr die Wut habt, den Ärger habt, den Abscheu habt, den Zorn habt, das Gefühl, 'den anderen auch verletzen zu wollen' als euer eigen anerkennt, dann könnt ihr auch diese ersten Gefühle als 'nicht-das-was-ihr-sein-wollt' ablehnen. 

Die Meisterin ist jene, die genügend solche Erfahrungen durchlebt hat, um im voraus zu wissen, wie ihre letztliche Entscheidung ausfällt. 
Sie muss nichts mehr 'ausprobieren'. 
Sie hat diese Kleider schon getragen und weiß, dass sie nicht passen; sie sind nicht 'sie'. 

Und da eine Meisterin ihr Leben der ständigen Selbst-Verwirklichung widmet im Wissen darum, wer und was sie ist, würde sie solche unpassenden Gefühle nie beibehalten.

 

Deshalb bleiben Meister angesichts dessen, was andere eine Katastrophe nennen würden, unbeeindruckt. 
Ein Meister segnet die Katastrophe, weil er weiß, dass aus ihrem Samenkorn (und aus allen Erfahrungen) das Wachstum des Selbst entsteht. 

Und das zweite Lebensziel eines Meisters ist immer das Wachstum. 
Denn hat man einmal das Selbst voll und ganz verwirklicht, bleibt nichts mehr zu tun übrig, außer noch mehr dieses Selbst zu sein. 

In diesem Stadium geht man von der Arbeit der Seele zur Arbeit Gottes über, denn das ist es, worauf Ich aus bin! 
Ich will einmal hier aus Gründen der Diskussion davon ausgehen, dass ihr noch immer mit der Arbeit der Seele befasst seid. 
Ihr strebt immer noch danach zu verwirklichen, wer-ihr-wahrhaft-seid. 

Das Leben (Ich) wird euch in Hülle und Fülle Gelegenheiten bieten, dies zu erschaffen 
(denkt daran, das Leben ist kein Entdeckungs-, sondern ein Erschaffungsprozess).

 

Ihr könnt immer und immer wieder erschaffen, wer-ihr-seid. 
Tatsache ist, dass ihr es tut - jeden Tag. 
So wie die Dinge derzeit stehen, lasst ihr euch jedoch nicht immer die gleiche Antwort einfallen. 

Hinsichtlich einer identischen äußerlichen Erfahrung entscheidet ihr euch vielleicht den einen Tag dazu, geduldig, liebevoll und gütig zu sein. 
Am nächsten Tag entscheidet ihr euch vielleicht dazu, wütend, gemein und traurig zu sein.

 

Ein Meister ist jemand, der immer mit derselben Antwort aufwartet - und diese Antwort ist stets eine Wahl im höchsten Sinn.

 

In dieser Hinsicht ist die Entscheidung eines Meisters unmittelbar vorhersagbar. 
Umgekehrt ist die des Schülers völlig unvorhersagbar. 

Wie jemand auf dem Weg zur Meisterschaft vorankommt, lässt sich einfach daran ablesen, wie vorhersagbar er oder sie in Antwort oder Reaktion auf eine gegebene Situation eine Wahl im höchsten Sinn trifft. 

Natürlich wirft das die Frage auf, was denn die im höchsten Sinn getroffene Wahl ist.

Das ist eine Frage, um die seit Anbeginn der Zeit die Philosophien und Theologien der Menschheit kreisen. 
Wenn du dich wirklich und wahrhaftig damit beschäftigst, bist du bereits auf dem Weg zur Meisterschaft. 

Denn nach wie vor gilt, dass die meisten Menschen mit einer völlig anderen Frage beschäftigt sind, nämlich: 
Was ist am profitabelsten? oder Wodurch kann ich am wenigsten verlieren? 

Wenn das Leben unter dem Gesichtspunkt der Schadensbegrenzung oder des optimalen Vorteils abläuft, wird sein wahrer Nutzen vertan, geht die Gelegenheit verloren, wird die Chance vergeben. 

Denn ein solches Leben wird von der Angst bestimmt - und es spricht eine Lüge über euch aus. 
Denn ihr seid nicht Angst, ihr seid Liebe - Liebe, die keinen Schutz braucht, die nicht verloren gehen kann. 

Aber das werdet ihr nie erfahrungsgemäß erleben, wenn ihr ständig die zweite und nicht die erste Frage beantwortet haben wollt. 
Denn nur eine Person, die denkt, dass es etwas zu gewinnen oder zu verlieren gibt, stellt die zweite Frage. 

Und nur eine Person, die das Leben auf andere Weise betrachtet, die das Selbst als höheres Wesen ansieht, die versteht, dass nicht das Gewinnen oder Verlieren die Prüfung darstellt, sondern allein das Lieben oder mangelnde Lieben - nur diese Person stellt die erste Frage. 

Wer die zweite Frage stellt, sagt: 
"Ich bin mein Körper." 

Wer die erste Frage stellt, sagt: 
"Ich bin meine Seele."

Fürwahr, lasst alle hören, die Ohren haben zu hören, denn ich sage euch dies: 
In jeder menschlichen Beziehung stellt sich an der entscheidenden Kreuzung nur eine Frage:

 

Was würde die Liebe jetzt tun?

Keine andere Frage ist relevant, keine andere Frage hat Bedeutung, keine andere Frage ist wichtig für eure Seele.

Damit sind Wir an einem sehr heiklen Punkt der Interpretation angelangt, denn dieses Prinzip der von der Liebe eingegebenen Handlung wird weitgehend missverstanden. 

Und ebendieses Missverständnis hat schon reichlich Ärger und Wut im Leben verursacht, 
wodurch wiederum viele von ihrem Weg abgebracht werden.

 

Viele Jahrhunderte lang wurdet ihr gelehrt, dass die von der Liebe eingegebene Handlung aus der Entscheidung entsteht, das zu sein, zu tun und zu haben, was immer das höchste Wohl des anderen bewirkt.

 

Doch Ich sage euch dies: 
Die im höchsten Sinn getroffene Wahl ist jene, die das höchste Wohl für euch bewirkt. 

Wie jede tiefe spirituelle Wahrheit lädt auch diese Aussage sofort zur Fehlinterpretation ein. 
Das Geheimnis klärt sich in dem Moment ein wenig auf, in dem ihr darüber befindet, was das höchste 'Wohl' ist, das ihr für euch selbst bewirken könntet. 

Und wenn hier eine Wahl im absolut höchsten Sinn getroffen wird, löst sich das Rätsel, vollendet sich der Kreis, und das höchste Wohl für euch selbst wird das höchste Wohl eines anderen.

 

Dies zu verstehen kann ein ganzes Leben in Anspruch nehmen - und noch weitere Leben, um es umzusetzen -, denn diese Wahrheit kreist um eine noch größere Wahrheit: 

Was ihr für euer Selbst tut, das tut ihr für einen anderen. 
Und was ihr für einen anderen tut, das tut ihr für das Selbst. 

Dies deshalb, weil ihr und der andere eins seid. 
Und das ist deshalb so, weil ... da nichts ist außer euch.

 

Alle Meister, die auf eurem Planeten weilten, haben dies gelehrt. 
("Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr für den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.") 

Doch das ist für die meisten Menschen lediglich eine großartige esoterische Wahrheit geblieben mit einer äußerst geringen praktischen Anwendungsmöglichkeit. 

Tatsächlich ist es aber die in der Praxis am besten anwendbare 'esoterische' Wahrheit aller Zeiten. 
Es ist wichtig, dass ihr euch in euren Beziehungen an diese Wahrheit erinnert, denn ohne sie sind Beziehungen eine sehr schwierige Angelegenheit.

 

Kommen wir auf die praktischen Anwendungsmöglichkeiten dieser Weisheit zurück und lassen wir für den Moment den rein spirituellen, esoterischen Aspekt beiseite. 

So oft haben Menschen - wohlmeinende, in bester Absicht handelnde und sehr religiöse Menschen - im Kontext des alten Verständnisses das getan, was sie in ihrer Beziehung für den anderen Menschen als das Beste ansahen. 

Leider hat das in vielen Fällen (in den meisten Fällen) zum permanenten Missbrauch des anderen geführt, zur fortgesetzten falschen Behandlung und damit zur fortgesetzten Funktionsstörung in der Beziehung.

 

Letztlich wird die Person, die im Hinblick auf den anderen 'das Richtige zu tun' versucht - rasch zu vergeben, Mitgefühl zu zeigen, ständig über gewisse Probleme und Verhaltensweisen hinwegzusehen -, ärgerlich, wütend und misstrauisch, sogar auch gegenüber Gott. 

Denn wie kann ein gerechter Gott dieses unablässige Leiden, diese endlose Freudlosigkeit und Aufopferung verlangen, selbst im Namen der Liebe?

 

Die Antwort lautet: 
Das tut Gott nicht. 

Er bittet nur darum, dass ihr euch selbst unter jene einreiht, die ihr liebt. 
Gott geht noch weiter. 
Er schlägt vor - empfiehlt -, euch selbst an erste Stelle zu setzen. 

Mir ist hier vollkommen bewusst, dass manche von euch dies als Blasphemie bezeichnen und es deshalb nicht als Mein Wort akzeptieren werden; und dass andere von euch, noch schlimmer, es als Mein Wort akzeptieren und es dermaßen fehlinterpretieren und verzerren werden, dass es euren eigenen Zwecken dient: der Rechtfertigung Gottloser Handlungen.

 

Ich sage euch dies: 

Wenn ihr euch im höchsten Sinn an die erste Stelle setzt, führt das nie zu einer Gott-losen Handlung.

 

So besteht die Verwirrung, wenn ihr euch bei einer Gottlosen Tat als Folge dessen ertappt, dass ihr das Beste für euch getan habt, nicht darin, dass ihr euch an erste Stelle gesetzt, sondern darin, dass von euch falsch verstanden wurde, was das Beste für euch ist.

 

Natürlich setzt die Entscheidung darüber, was für euch das Beste ist, voraus, dass ihr für euch bestimmt, was ihr denn zu tun versucht. 
Das ist ein wichtiger Schritt, den viele Menschen ignorieren. 

Worauf seid ihr aus? 
Was ist euer Lebensziel? 

Ohne Antworten auf diese Fragen bleibt die Frage, was unter irgendwelchen gegebenen Umständen das 'Beste' ist, ein Rätsel.

 

Ganz praktisch gesprochen - und lassen wir die ganze Esoterik mal wieder beiseite: 
Wenn ihr euch anschaut, was in einer Situation wie der, dass ihr missbraucht werdet, das Beste für euch ist, dann werdet ihr zum allermindesten etwas unternehmen, um diesem Missbrauch ein Ende zu setzen. 

Und das wird gut sein für euch und denjenigen, der missbraucht. 
Denn selbst der, der missbraucht, wird ebenfalls missbraucht, wenn ihm gestattet wird, diesen Missbrauch fortzusetzen.

 

Das heilt ihn nicht, sondern wirkt sich zerstörerisch aus. 

Denn was hat einer gelernt, der feststellt, dass sein Missbrauch akzeptiert wird? 
Und was wird ihm zu entdecken erlaubt, wenn er begriffen hat, dass sein Missbrauch nicht länger geduldet wird ?

 

Anderen mit Liebe zu begegnen heißt also nicht notwendigerweise, dass ihr diesen Menschen gestattet zu tun, was sie wollen.

 

Eltern lernen das sehr früh durch ihre Kinder. 

Erwachsene brauchen da in ihren Beziehungen zu anderen Erwachsenen schon länger, 
ebenfalls Nationen in ihrem Verhältnis zu anderen Nationen.

 

Doch Despoten kann nicht erlaubt werden, sich auszutoben, sie müssen in ihrem Despotismus gestoppt werden. 
Das fordern die Liebe zum Selbst und die Liebe zum Despoten.

 

Das ist die Antwort auf deine Frage, wie der Mensch jemals den Krieg rechtfertigen kann, wenn überall Liebe herrscht. 

Manchmal muss der Mensch in den Krieg ziehen, um zur höchsten Aussage darüber zu gelangen, was der Mensch wahrhaft ist: einer, der den Krieg verabscheut. 

Es gibt Zeiten, in denen ihr möglicherweise aufgeben müsst, wer-ihr-seid, um zu sein, wer-ihr-seid. 
Es gibt Meister, die euch lehrten: Ihr könnt nicht alles haben, solange ihr nicht bereit seid, alles aufzugeben. 

So müsst ihr, um euch selbst als einen Menschen des Friedens beweisen zu können, möglicherweise die Idee von euch selbst als einem Menschen, der niemals in den Krieg zieht, aufgeben. 

In der Geschichte wurden solche Entscheidungen von Menschen schon häufiger abverlangt.

 

Das gleiche gilt für die persönlichsten und intimsten Beziehungen. 

Das Leben mag euch mehr als einmal dazu aufrufen zu beweisen, wer-ihr-seid, 
indem ihr einen Aspekt dessen von euch zeigt, wer-ihr-nicht-seid. 

Das ist nicht so schwer zu verstehen, wenn ihr schon etliche Jahre auf dem Buckel habt, aber den idealistischen jungen Menschen mag dies wie der höchste aller Widersprüche erscheinen. 

Aus der reiferen Rückschau heraus erscheint es eher als eine göttliche Dichotomie.

 

Das heißt im Kontext der menschlichen Beziehungen nicht, dass ihr, wenn ihr eine Kränkung erlitten habt, dies nun wieder 'mit einer Kränkung' heimzahlen müsst. 

(Das betrifft auch die Beziehungen zwischen den Nationen.) 

Es bedeutet ganz einfach, dass es möglicherweise - für euer Selbst oder den anderen - nicht die liebevollste aller Taten ist, wenn ihr zulasst, dass der andere euch ständig Schaden zufügt.

 

Damit wären ein paar pazifistische Theorien ausgeräumt, welche besagen, dass die höchste Liebe keine starke, nachdrückliche und wirkungsvolle Reaktion auf das erfordert, was ihr das Böse nennt.

 

An diesem Punkt gelangt die Diskussion erneut auf die esoterische Ebene, denn keine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Aussage kann hier den Begriff 'des Bösen' und die damit verbundenen Werturteile ignorieren. 

In Wahrheit gibt es nichts Böses, nur objektive Phänomene und Erfahrungen. 

Doch allein schon euer höchstes Lebensziel macht es erforderlich, dass ihr aus der wachsenden Ansammlung endloser Phänomene ein paar verstreute Einzelphänomene heraussucht, die ihr das Böse nennt. 

Denn wenn ihr das nicht tut, könnt ihr weder euch selbst noch irgend etwas anderes als gut bezeichnen und somit euer Selbst nicht kennen lernen oder erschaffen.

 

Ihr definiert euch selbst über das, was ihr das Böse nennt, und über das, was ihr als das Gute bezeichnet. 
Von daher wäre es der größte Frevel, wenn ihr überhaupt nichts als böse bezeichnen würdet.

 

Ihr existiert in diesem Leben in der Welt des Relativen, in der eine Sache nur insofern existiert, als sie sich auf eine andere bezieht. 

Und dies ist zugleich sowohl die Funktion als auch der Sinn und Zweck einer Beziehung: 
Sie soll euch ein Erfahrungsfeld liefern, innerhalb dessen ihr euch selbst findet, euch selbst definiert und - wenn ihr es wählt - ständig neu erschafft, wer-ihr-seid.

 

Trefft ihr die Wahl, Gottgleich zu sein, so bedeutet das nicht, dass ihr euch dazu entscheidet, ein Märtyrer zu sein. 
Und es bedeutet ganz gewiss nicht, dass ihr euch dazu entscheidet, ein Opfer zu sein.

 

Es wäre sehr gut, wenn ihr auf eurem Weg zur Meisterschaft - wenn alle Möglichkeiten des Verletztseins, des Geschädigtseins und des Verlusts in euch ausgemerzt sind - das Verletztsein, Geschädigtsein und den Verlust als Bestandteil eurer Erfahrung anerkennt und in dieser Hinsicht entscheidet, wer-ihr-seid.

 

Ja, die Dinge, die andere denken, sagen oder tun, werden euch manchmal verletzen - bis sie es nicht mehr tun. 

Das, was euch am schnellsten voranbringt, ist die totale Ehrlichkeit - die Bereitschaft zu bestätigen, anzuerkennen und genau zu erklären, wie ihr über eine Sache fühlt. 

Sagt eure Wahrheit - freundlich, aber voll und ganz. 
Lebt eure Wahrheit, sanft, aber ausschließlich und konsequent. 
Ändert eure Wahrheit problemlos und rasch, wenn euch eure Erfahrung zu einer neuen Klarheit verhilft. 

Niemand, der recht bei Sinnen ist, am wenigsten Gott, würde euch sagen, dass ihr, wenn ihr in einer Beziehung verletzt werdet, 'beiseite treten und euch dahin bringen sollt, dass es keine Bedeutung für euch hat'. 

Wenn ihr jetzt verletzt seid, ist es zu spät, die Sache so umzubiegen, dass sie nichts bedeutet. 
Eure Aufgabe besteht darin, nun zu entscheiden, was sie bedeutet - und dies zu demonstrieren. 
Denn so wählt und werdet ihr, was-zu-sein-ihr-anstrebt.

- Das eigene Haus wird als Widersacher auftreten.
Die eigene Familie als Feinde.

(Heilige Thora, Heilige Bibel)

- Allah ist das Beste.

Ihr habt keinen Freund außer Allah.
Suchet die Vereinigung mit Allah.

Ihr liebt sie, doch sie lieben euch nicht.
Sie warten, warte mit ihnen.

Keine Verwandtschaft am Tage, ...
... da in die Posaune gestoßen wird.

(Heiliger Koran)


Erstens nimmt es dir die Sorge. 
Es beinhaltet das von dir angesprochene Element des 'letztlichen Nichtscheiterns'. 
Es gibt dir die Versicherung einer in Bezug auf dich existierenden Absicht, dass du nicht scheiterst. 
Dass du so viele Chancen erhältst, wie du brauchst und möchtest. 
Du kannst immer und immer wieder zurückkommen. 

Wenn du zum nächsten Schritt gelangst, wenn du dich zur nächsten Ebene weiterentwickelst, dann, weil du es willst, nicht, weil du musst.

 

Du musst nicht irgend etwas tun?

Wenn du das Leben auf dieser Ebene genießt, wenn du das Gefühl hast, dass dies das Allerhöchste für dich ist, kannst du diese Erfahrung stets von neuem machen!

Tatsache ist, dass du sie immer und immer wieder gemacht hast - aus eben diesem Grund!
Du liehst das Drama, den Schmerz.
Du liebst das 'Nichtwissen', das Geheimnis, die Spannung - all dies!
Deshalb bist du hier!

Ich sage dir dies: 

Du hast gerade das Geheimnis allen Lebens erfahren und einen Blick auf die Unendlichkeit geworfen. 

Nun habe Ich eine Frage an dich.
Was lässt dich denken, dass sich diese Unendlichkeit nur in eine Richtung erstreckt?

Alles ist Gott, und es gibt nichts anderes.

 

Ich sage euch dies: 

Ich bin, das Ich bin. 
Und ihr seid, das ihr seid. 

Ihr könnt nicht nicht sein. 
Ihr mögt so oft die Form ändern, wie ihr wünscht, aber ihr könnt nicht aufhören zu sein. Doch ihr könnt aufhören zu wissen, wer-ihr-seid - und in diesem Mangelzustand nur die Hälfte davon erfahren.

 

Das wäre die Hölle.

Genau. 

Doch ihr seid nicht dazu verdammt, nicht in alle Ewigkeit in sie verbannt. 
Um aus der Hölle herauszukommen - aus dem Nichtwissen -, braucht ihr nur wieder zu wissen.

 

Es gibt viele Wege und viele Orte (Dimensionen), auf denen und wo ihr dies tun könnt.

 

Ihr befindet euch gegenwärtig in einer dieser Dimensionen. 
Ihr bezeichnet sie eurem Verständnis nach als die dritte Dimension.